mein kampf

ich fahre erwartungsvoll, mit geld und jacke vorbereitet auf alles was so passieren kann, zum retro, als ich mark und dan, die ich im retro erwartet hatte, am schwanenteich sitzen sehe.
sie meinen es wär voll scheiße im retro mit beschissenen leuten und ich wolle doch nicht wirklich da hin gehen.
doch ich wollte da hin. weil ich gesagt hatte ich komme dort hin. doch so einfach machten sie es mir nicht. mark, gemein und hinterlistig wie er ist, wagt es seinen rucksack um zu treten. nichts ahnend sehe ich zu wie der rucksack langsam umkippt. und dann höre ich es. das geräusch, das ich auch in einer disco aufm flughafen hören würde. ein klimpern. das klimpern von beks flaschen. die schallwellen breiten sich langsam aus. werden immer lauter . erreichen meine gehörgänge und schallen unaufhaltsam in meinem kopf hin und her. das echo erreicht meine geschmacksnerven und ich spüre schon die kalte, geschmeidige flüssigkeit meine speiseröhre hinterlaufen. das retro war vergessen. ich wollte nurnoch bei dem bier bleiben. doch scheinbar stunden später schaltete sich mein gehirn wieder ein und meinte ich müsse zum retro. ich kann jetzt kein eiskaltes beks genießen. nein das geht nicht. oder geht es doch? die 10 minuten können die auch noch warten. nein das geht nicht. ich muss gehen.
doch mark erkennt meinen konflikt und tritt gegen den rucksack! das arme bier. es schreit auf in hellen töten aufeinander treffender bierflaschen. sie schreien. RETTE UNS! TRINK UNS!
aber nein... ich kann es nicht tun. dort draußen warten noch unzählige andere biere von mir getrunken zu werden. ich kann ja nicht alle auf einmal retten. und außerdem muss ich gehen. ich muss. ich muss ins retro weil ich es den anderen gesagt hatte.
also verabredete ich mit den beiden bierschändern, dass sie mich doch abholen könnten wenn sie ihre bikes haben und das kuba zu genüge besichtigt haben.
im retro erwartete ich eine horde von biertrinkenden, rauchenden, das leben genießenden menschen die gerne mit mir ein paar biere retten wollen. doch dem war nicht so. einer der größten bierretter die ich an dem tage erwartet hatte kam gerade heraus und meinte "lauf!".
immer noch verwirrt vom hilferuf der bierflaschen des bierflaschenschänders ging ich nichts ahnend weiter und realisierte die bedeutung der so eben von frerich ausgesprochenen warnung.
ich stand vor einer runde von... nichtrauchern. nicht nur dass diese nichtraucher nichtraucher waren, nein: ein großteil von ihnen waren sogar antiraucher. und es gab kein meer von geleeten biergläsern. nein. es gab auf beiden tischen höhstens 5 biergläser. mein traum war geplatzt. der tag gelaufen. meine versuche falk einfach hier raus zu schleifen und marks arme biere zu retten ist gescheitert und so war ich mehr oder weniger gezwungen mich dieser runde an zu schließen und sie meine biertrinklaune nicht zerstören zu lassen, was nicht einfach war, weil irgendein freund von irinas bruder tomek meinte witze über alkohol zu machen. ein hartes stück.
nach vielen sinnlosen witzen und dummen gelächter von irina war ich nun endgültig bereit auf zu stehen und zu gehen, als plötzlich der retter in der not kam: flo! ein raucher! ein biertrinker! ein ... kind? flo war beim friseur und er sah 2 jahre jünger aus. nachdem ich diesen schock überwunden hatte und die antirunde meinte sie werde nun zum careba aufbrechen sah ich doch noch ein licht am ende des tunnels. doch dieses licht ging schnell wieder aus als flo und falk meinten sie wollten nicht mit zum see wo toss seinen geburtstag feierte und jede menge frei alkohol hatte. in dem moment kam zum glück der bierschänder wieder und war feuer und flamme für meine idee zum see zu fahren! ich schloss mich ihm an in der hoffnung endlich ins bierparadies zu gelangen. doch dem war nicht so. im kuba wollten wir dan abholen und wer kommt mir endgegen? tristans bruder den ich vor meinem geistigen auge als alkoholleiche auf toss geburtstag am see liegen sah. "am see is es voll scheiße! nur bitches und so! und gruppenbildung und so! voll viele andere sind auch schon gegangen!" ... nein...das kann nicht war sein ... das paradies ist kein paradies? niedergeschlagen von dieser aussage fristete ich nun den rest des abends im kuba ... auch ein geschändetes bier vom bierschänder konnte mich nicht aufheitern und so kehrte ich unverrichteter dinge um 11 uhr wieder nach hause zurück, wo meine eltern auf mich warteten und mir alles über ihren madrid aufenthalt erzählten... =(

25.5.06 13:02

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


dan / Website (25.5.06 22:50)
ich fand den abend super. hab mich im kuba super unterhalten. basti war nich mal besoffen und am see waren patty und co. laut basti halt alles wie früher nur 2jahre älter ^^

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